Intraoperativer Schnellschnitt

Bei manchen Operationen (OP) kann es für das weitere operative Vorgehen von großer Bedeutung sein, bereits während der OP eine histologische Diagnose von Gewebeproben zu erhalten. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich bei einer Bauchoperation ein Tumor darstellt und der Operateur entscheiden  muß, in welchem Umfang er gesundes Gewebe mitentfernt, um den Tumor vollständig herausnehmen zu können.

Zu diesem Zweck entnimmt der Operateur zumeist eine kleine Probe des Tumors, um vom Pathologen seine Gutartigkeit bzw. Bösartigkeit bestimmen zu lassen und weitere Proben von den Präparaterändern, um feststellen zu lassen, ob diese tumorfrei sind.

Diese Proben werden unfixiert schnellstmöglich in die Pathologie transportiert und dort schockgefroren. Von den tiefgefrorenen Proben werden nun hauchdünne Gefrierschnitte von wenigen tausendstel Millimeter Dicke (3-5µm) angefertigt, gefärbt und mikroskopisch begutachtet.

Eiliger Probentransport bei intraoperativem Schnellschnitt

Dieser Vorgang, währenddem der Patient noch in Narkose auf dem Operationstisch liegt, sollte in ingesamt 15- 20 Minuten abgeschlossen sein und die Diagnose telefonisch an den Operateur übermittelt werden. Dieser kann dann über das weitere operative Vorgehen entscheiden.

Anschließend wird das noch vorhandene Restmaterial formalinfixiert und nach Routineverfahren eingebettet und weiter untersucht (siehe auch Histologie), da nicht alle Untersuchungsverfahren und Färbungen am Gefrierschnitt möglich sind.